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Bei der Presse bedanken wir uns herzlich für die regelmäßige Berichterstattung. ___________________________________________________________________________________________________________________________________________ Wallufer Weinkönigin ermordet aufgefunden Walluf. (mh) - Mit "MordART. Tatort Walluf - ein improvisierter Krimi zum
Mitmachen" von und mit dem Ensemble "Für Garderobe keine Haftung" ist der Wallufer Sommer der
Kulturinitiative Alte Johanniskirche am vergangenen Samstag bravourös in seine 11. Saison
gestartet. Mit rund 200 Besuchern war die erste von insgesamt vier Veranstaltungen ausverkauft.
Bevor die erwartungsfrohen Besucher den Mord und die gründliche Aufklärung des Falles detailliert
miterleben konnten, hatte sie das "BBQ BlechBläserQuintett" der Rheinhessischen Bläserphilharmonie
klangvoll auf das Improvisationstheater eingestimmt. Die Musiker Annegret Hamm und Daniel Klocker
(Trompete) sowie Mathias Stauder (Posaune) und Michael Palmen (Tuba) hatten auch die kleine
Krimi-Pause musikalisch überbrückt und sich nach dem Ende der Vorstellung mit einige Kostproben als
beeindruckend harmonischer Klangkörper verabschiedet. Auch das Organisationsteam hatte die Besucher
auf dem Krimi-Abend eingestimmt, denn die Tische waren mit Blut-Fruchtsaft, Pistolen und Fußspuren
dekoriert. "Wir sind unserer Zeit weit voraus und haben drei Abende des Wallufer Sommers 2011
bereits schon mit Vertrag gebucht", machte Erster Vorsitzender seinen kleinen Versprecher bei der
Begrüßung der Gäste umgehend wieder wett. Wenn anschließend Bürgermeister Manfred Kohl die Bühne
betrete, erwarte er von ihm mit Blick auf das heutige Veranstaltungsthema Antworten für die Bürger
insbesondere zu drei Fragen: "Erstens, wie gefährlich ist es, in der Gemeinde Walluf zu leben?
Zweitens, sind wir hier im Johannisfeld in einem sozialen Brennpunkt und Drittens, kommen wir im
Dunkeln ohne Angst nach Hause?" Bevor Kohl die gestellten Fragen beantwortete, hieß er die Besucher
zum 11. Wallufer Sommer bei schönen sommerlichen Temperaturen herzlich willkommen. Er sei sehr froh
darüber, daß die Veranstaltung trotz unbestimmter Wettervorhersagen im Freien stattfinden könne.
Wer den Blick nach links werfe, schaue auf "unseren Hochsicherheitstrakt", sprich den Bauzaun, der
bereits einige Zeit dort stehe. Insofern sei das Johannisfeld ein geeigneter Platz, um mögliche
Täter festzusetzen und sie anschließend ihrer weiteren Verwendung zuzuführen. Um den Rahmen für den
Krimi festlegen zu können, hatte Frederik Malsy als Moderator zunächst das Publikum um
Gestaltungsvorschläge gebeten. Ergebnis der Umfrage war, daß der Mord nicht am Weinstand oder in
der Seniorenresidenz passieren, sondern im Winzermilieu stattfinden soll. Tatort sollte die
Johanniskirchenruine sein. Als Mordzeit legte sich das Publikum auf drei Uhr in der Nacht fest.
Mordopfer sollte Antje Mrozik in der Rolle der Wallufer Weinkönigin "Silvia" sein. In einer
weiteren Rolle führte sie die Ermittlung als in Walluf stationierte Oberkommissarin Rebecca
Schmitt. Mordverdächtige waren neben Frederic Malsy als "Horst" auch Silke Siegel als "Marianne"
"und Steffi Pekreit als "Cynthia". Thorsten Knoll am Keyboard sorgte für die jeweils
situationsbezogene musikalische Untermalung der Szenen. "Horst", hatten die Zuschauer die Rolle
eines Karnevalprinzen und Angebers in Walluf zuerkannt, "der nur winken und saufen kann".
Weinkönigin "Silvia" sollte sich als arbeitsscheu und trinkfest präsentieren. "Cynthia",
hauptberuflich eine Grundschullehrerin und ehrenamtliche Aktive bei der Feuerwehr statteten die
Zuschauer mit einem kleinen Sprachfehler aus, denn sie mußte "lispeln". Sportlerin "Marianne"
suchte beim Teakwondo und Pilates ständig, ihre inneren Spannungen ins Gleichgewicht zu bringen.
Nachdem die Zuschauer sich auch aus einer auf den Tischen ausgelegten Auswahl an Mordutensilien für
einen Baseballschläger, einen Pömpel und Katzenfutterbonbons entschieden hatten und es
muksmäuschenstill geworden war, zerriß urplötzlich ein schriller Todesschrei die nächtliche Ruhe
und die Weinkönigin sank still zu Boden. Damit war endgültig der Startschuß frei für einen ebenso
spannenden als auch erheiternden Krimi, in deren Verlauf sich die Zuschauer köstlich amüsierten und
immer wieder Szenenapplaus spendeten. Daß in der Aufführung nichts im Voraus geplant war und
es sich daher um kein einstudiertes Stück, sondern um improvisierte Szenen handelte, die von den
Schauspielern ad hoc entwickelt wurden, war im Verlaufe der Darstellungen kaum zu erkennen. Die
talentierten und spielfreudigen Akteuren verstanden es hervorragend, mit viel Witz und Charme sowie
in blindem Verständnis untereinander nicht nur die ihnen vom Publikum zugedachten Hauptpersonen
überzeugend zu verkörpern, sondern im Verlaufe des Abends auch mühelose in weitere Rollen zu
schlüpfen. An ihren spontanen witzigen und spritzigen Dialogen war auch zu erkennen, daß sie sich
bereits im Vorfeld bestens mit den gesellschaftlichen Verhältnissen in Nieder- und Oberwalluf
vertraut gemacht hatten, was besonders "gut bei den Einheimischen ankam, die sich mit den kleinen
innerörtlichen "Befindlichkeiten" bestens auskennen. Nachdem die Spurensicherer zu der Erkenntnis
gekommen war, daß "Silvia" nicht eines natürlichen Todes gestorben sondern erwürgt worden war,
hatte die resolute Oberkommissarin sofort die Ermittlungen aufgenommen. Die hatte sie jedoch
unterbrochen, damit die Zuschauer sich mit leckeren Köstlichkeiten und Wallufer Wein aus dem Zelt
versorgen konnten. Keine neuen Erkenntnisse zum Mordfall hatte die anschließende Pressekonferenz
erbracht. Dabei waren der Oberkommissarin viele bohrenden Fragen gestellt, die sie alle zwar
schlagfertig beantwortete, die aber keine Hinweise auf den Täter lieferten. Darunter auch die
Frage: "Warum hat die Feuerwehr den Brand mit Eimern gelöscht?".Erst nachdem Oberkommissarin
Schmitt alle drei Verdächtigen mit ihren Theorien so richtig in die Mangel genommen hatte und dabei
allen ein Motiv unterstellt hatte, konnte sie schlußendlich die Täterin ermitteln: Es war Marianne,
die, wie sie immer wieder lispelnd betont hatte, daß sie gerne selber Weinkönigin geworden
wäre. Vano Bamberger komponiert wenn andere schlafen WALLUF. Es gibt Sachen, die vergisst man einfach nicht. Beispielsweise die
frei fliegenden Papageien aus Wiesbaden, die bei einem Besuch in Walluf eine Veranstaltung in der
Ruine der Alten Johanniskirche mit ihrem lauten Geschrei störten. Suse Hoffmann-Kluge,
Pressesprecherin der Kulturinitiative Alte Johanniskirche kann sich noch heute ganz genau daran
erinnern. Vorsitzender Reiner Schulz denkt dagegen oft an jene Gäste, die mit ihrem Schiff in
Walluf festmachten, plötzlich Musik hörten und dieser bis in die Ruine folgten. Dort verbrachten
sie dann ganz spontan einen schönen Abend. Solche Anekdoten gehören dazu, wenn man auf zehn Jahre
"Wallufer Sommer" zurückblickt. |
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