Lesen Sie hier, was die Presse über den Wallufer
Sommer schreibt.
Besonders bedanken wir uns beim Rheingau Echo, dem Wiesbadener Kurier und dem Wiesbadener
Tagblatt,
die regelmäßig über die Veranstaltungen des Wallufer Sommers berichten.
Vano Bamberger komponiert wenn andere schlafen
KONZERT Wallufer Sommer beginnt zehntes Jahr mit Sinti-Musik / Pro Saison vier Veranstaltungen /
"Jede Veranstaltung hat ihren Charme"
WALLUF. Es gibt Sachen, die vergisst man einfach nicht. Beispielsweise die
frei fliegenden Papageien aus Wiesbaden, die bei einem Besuch in Walluf eine Veranstaltung in der
Ruine der Alten Johanniskirche mit ihrem lauten Geschrei störten. Suse Hoffmann-Kluge,
Pressesprecherin der Kulturinitiative Alte Johanniskirche kann sich noch heute ganz genau daran
erinnern. Vorsitzender Reiner Schulz denkt dagegen oft an jene Gäste, die mit ihrem Schiff in
Walluf festmachten, plötzlich Musik hörten und dieser bis in die Ruine folgten. Dort verbrachten
sie dann ganz spontan einen schönen Abend. Solche Anekdoten gehören dazu, wenn man auf zehn Jahre
"Wallufer Sommer" zurückblickt.
Die Veranstaltungsreihe der Kulturinitiative begann 1999 mit einer Veranstaltung.
Bereits im Jahr 2000 waren es vier Veranstaltungen. So viele sind seitdem
jeden Sommer geboten worden. Besondere kulturelle Höhepunkte waren für Schulz das Varieté vor
einigen Jahren und die Auftritte des Wiesbadener Staatsballetts. "Charme hatte aber jede
Veranstaltung", bilanziert Hoffmann-Kluge.
Das sehen andere offenbar genauso. Daher kann sich die Kulturinitiative über viele Stammgäste
freuen. Im Publikum sitzen vor allem Wallufer. Dadurch ist auch das mäßige Parkplatzangebot an der
Ruine kein Problem. Denn die Einheimischen können bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen. Um die
Besucher und natürlich auch um die Künstler kümmern sich die ehrenamtlichen Helfer der
Kulturinitiative. Insgesamt 50 Personen sorgen jeden Sommer für einen reibungslosen Ablauf der
Veranstaltungen.
Versteht sich, dass im Jubiläumsjahr hochkarätige Künstler ein ungewöhnliches Programm
präsentieren. Los ging es jetzt mit "Vano Bamberger und Band". Die fünfköpfige Gruppe präsentierte
vor rund 160 Zuhörern Musik deutscher Sinti. Gespielt wurden vor allem eigene Kompositionen von
Vano Bamberger. Ihm kommen vor allem beim Spazierengehen und im Bett viele Einfälle, die er dann am
liebsten sofort ausarbeitet. "Ich sitze dann so lange daran, bis ich es habe", erzählt er. So
verbrachte er schon so manche Nacht mit Komponieren statt mit Schlafen. Sinti-Musik ist für
Bamberger das Leben. Seine Gruppe formierte sich erst 2008. Seitdem konnte sie schon auf vielen
Veranstaltungen Erfolge feiern. Unter anderem war das Quintett auf Einladung der deutschen
Botschaft in Afrika. Auf einem großen Festival spielten "Vano Bamberger und Band" dort vor
Tausenden von Besuchern. Auch in Italien, der Schweiz und Österrreich trat die Gruppe, deren
Musiker bis auf eine Ausnahme aus dem Rhein-Main-Gebiet kommen, schon auf. Open Air-Konzerte
bestritt die Band bereits viele.
Von der Atmosphäre an der Ruine der Alten Johanniskirche zeigte sich Bamberger begeistert. Lob
zollte er außerdem dem Publikum, das bei den Liedern gut mitging. Bei der Veranstaltung hatten die
Zuhörer Gelegenheit zur Begegnung mit den Künstlern, was für den "Wallufer Sommer" typisch ist. Wiesbadener Kurier vom 07.07.2009, Kerstin Prosch,
Original-Artikel mit Foto von RMB/Margielsky